2. Staffel "Eisbär, Affe & Co."

Im Jahr 2008 produzierte die OTTONIA eine Fortsetzung der spannenden Geschichten aus dem zoologisch-botanischen Garten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart: Das Stuttgarter Team der OTTONIA stemmte die Mammutaufgabe, und drehte 40 neuen Folgen der zweiten Staffel von "Eisbär, Affe & Co." in nur fünf Monaten.

Mehrere Kamerateams waren im Einsatz, um die spannendsten Augenblicke der Zoobewohner in Bilder zu bannen. Das erforderte tierisch viel Geduld von allen, und zwar vor und hinter der Kamera. Zwölf Autoren haben nach spannenden Themen gesucht. Die Zusammenarbeit mit den Pflegern im Zoo funktionierte wunderbar.


Folge 55: Die Halbstarken

Die erste Folge der zweiten Staffel von „Eisbär, Affe & Co“ widmet sich den Halbstarken in der Wilhelma. Bei dem Schneeleoparden-Mädchen steht eine Impfung an. Es gebärdet sich so unmanierlich, dass nach der Aktion Revierleiter Jürgen Deisenhofer zum Patienten geworden ist. Ähnlich zügelloses Verhalten haben die Junggorillas im Menschenaffenauf-zuchtshaus gezeigt. Durch ihr Toben ist eine Scheibe zu Bruch gegangen und plötzlich sind die Rabauken ganz kleinlaut. Den Alpaka-Rüpeln sollen Zucht und Ordnung anerzogen werden: Halftertraining ist ein erster Schritt. Das es bei den Halbstarken auch viel ruhiger und konfliktfreier zugehen kann, beweisen die Pinguine und Erdmännchen – sehr soziale Tiere.

Sendetermin: 4. März 2008 um 16:10 Uhr im Ersten


Folge 56: Schöner wohnen in der Wilhelma

Dem Thema „Schöner wohnen“ widmet sich diese Folge von „Eisbär, Affe & Co“: Neue Entwürfe für Pinguin-Höhlen präsentiert Revierleiter Gerhard Popp. Bei den Fenneks wird neu möbliert und die Trampeltiere feiern Beach-Party. Bei den Gänsegeiern herrscht Ausnahmezustand: Die Pfleger schwingen die Besen, fangen die Vögel ein und verfrachten sie in Käfige. Das passiert alles für einen guten Zweck: das Geier-Heim soll schöner werden. Auch bei den Elefanten sind Veränderungen im Gange: Neue Bäume zur Körperpflege kommen an. Bei dem Liebling der Wilhelma, Gorilla-Baby Mary Zwo, geht es da vergleichsweise ruhig zu. Die Kleine fühlt sich in ihrem neuen Stuttgarter Zuhause pudelwohl, kaum zu glauben, wie schwer ihr Start in´s Leben war.

Sendetermin: 5. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 57: Fressen und Gefressen werden

Um „Fressen und Gefressen werden“ dreht sich sehr Vieles in der Wilhelma. Elefanten-Füttern ist sogar ein Geburtstagsgeschenk, das große Freude macht. Sabrina Gühring ist überglücklich über die Geburtstagsüberraschung und den Rüsselkontakt zu ihren Lieblingstieren. Gorillababy Mary Zwo, verspielt und gesund, hat aufgeholt und steht mittlerweile gut im Futter. Sie ist der ganze Stolz von Pflegerin Elke Kastner. Zur Vielfalt der Wilhelma Futterpalette gehören die Heuschrecken. Selbst genügsam und mit Weizenmatten zufrieden, stehen sie selbst auf dem Speiseplan zahlreicher Wilhelma-Bewohner, von den Rüsselspringern oder Giftspinne Nepila. Zum gelungenen Mahl gehört auch die angemessene Tischgesellschaft, platziert nach strenger Tischordnung. Wenn es bei den Elefantendamen Brot gibt oder bei den Eisbären Marmorkarpfen, wird schnell klar, wer wo in der Rangordnung steht.

Sendetermin: 6. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 58: Eifersuchtsdramen und Liebesromanzen

Der Abschied für immer zwischen Orang-Utan-Weibchen Sinta und ihrem Pfleger ist schmerzvoll für beide Seiten. Funkstille herrscht zwischen den südamerikanischen Acouchis – und Babyboom bei den Kängurus: die Wilhelma kennt alle Tonarten von Liebe und Zärtlichkeit – aber auch von Verzweiflung, Streit und Trennung! In den Gehegen und auf den Anlagen spielen sich Eifersuchtsdramen und Liebesromanzen ab. Gewagt wird ein Blick in die Herzensangelegenheiten der Wilhelma-Bewohner. Das Eintreffen von Orang-Utan-Weibchen Sinta aus Hamburg sorgt für ein Gefühlschaos zwischen Affenchef Moritz und seiner bisherigen Partnerin Conny. Kuh Silke muss sich von ihrer Sandkastenliebe Sören trennen – der sich sehr schnell anderweitig tröstet. Und die Pinguine produzieren derart viel Nachwuchs, dass um- und angebaut werden muss.

Sendetermin: 7. März 2008 um 16:10 Uhr im Ersten


Folge 59: Reisefieber

In der Wilhelma ist das Reisefieber ausgebrochen. Kuh Silke und die drei Kälbchen Pit, Paco und Sören gehen auf große Fahrt zur Limpurger-Rasseschau nach Wackershofen. Nur Siegerkuh Silke kehrt in die Wilhelma zurück. Die drei Kälber bekommen bei Züchtern ein neues Zuhause. Eisbär-Dame Hallensia fährt nach Wien. Dort soll es einen äußerst sympathischen Eisbären geben…Anton, der Stuttgarter Eisbär, ist ihr viel zu dominant. Bevor die Reise beginnt, muss Hallensia in die Narkose gelegt werden. Anders ist sie nicht in die Transportkiste zu bringen. Abschied auch bei den Blessböcken. Doch an den Abschiedsfotos sind die Antilopen völlig desinteressiert. Drei von ihnen kommen im Tierpark Neuwied in eine Blessbockdamen-Alters-WG. Aquarienspezialist Kai-Uwe Genzel bringt Korallen und Annemonen, sensible Wesen und launisch im Farbspiel, von Stuttgart nach Nürnberg, zum Großhändler. Ein guter Handel für beide Seiten.

Sendetermin: 10. März 2008 um 16:10 Uhr im Ersten


Folge 60: Pubertierende Zoobewohner

Mit dem Erwachsenwerden haben nicht nur die Menschen ihre Probleme! Bei den Pinguinen muss erst mal geklärt werden, wer überhaupt wer ist – und ob die Pfleger mit ihrer Pinguin-Namensgebung nicht voll daneben liegen. Weil Moritz nämlich eigentlich ein Mädchen ist, Marina dagegen vielleicht aber ein Junge. Hier kann nur der DNA-Test Klarheit bringen! Trampeltierjunior Casey soll artig die Hufe heben und kann so richtig störrisch sein und – trampeln! Und für Shikari, das Nashornbaby gibt es sogar eine Riesentorte – zum ersten Geburtstag steigt eine ausgewachsene Dickhäuter-Party. Weil das Gorillababy Mary sehr auf seine Pflegerin fixiert ist, nimmt die sie regelmäßig zu den „Großen“ mit. Sie sind manchmal etwas anstrengend, die Wilhelma-Heranwachsenden, aber die Pfleger sind unermüdlich um sie bemüht.

Sendetermin: 11. März 2008 um 16:10 Uhr im Ersten


Folge 61: Frühjahrsputz in der Wilhelma

Während der Kehrwoche regen sich schon im Morgengrauen fleißige Hände in der Wilhelma! Die Dscheladas finden es etwas übertrieben, wenn früh um sechs Uhr dreißig der umfassende Affenhausputz beginnt! Reinlichkeit ist eine Zier. Die Eisbären müssen dafür sogar ihre Anlage räumen; sie werden mit großen Knochen weg gelockt, damit das Schrubber-, Schlauch- und Schippengeschwader walten kann. Und bei den Gänsegeiern ist das Großreinemachen atemberaubend: Weil der Geierkot ätzend ist, tragen die Pflegerinnen Schutzmasken! Flusspferdbulle Mike sieht den Aktivitäten im Flusspferdbecken gelassen zu. Wenn alles gesäubert ist, wird er sofort wieder sein Revier markieren.

Sendetermin: 12. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 62: Wellness- und Beautytag

„Schöner werden“ ist auch in der Wilhelma ein Thema. Doch auch wenn es scheinbar um Äußerlichkeiten geht, hat jedes spezielle Beauty-Programm einen besonderen Grund. Den Stelzvögeln werden die Flügel gestutzt, damit sie sich in der Voliere nicht verletzen. Um den Mangel an Feuchtigkeit auszugleichen, den sie in ihrer natürlichen Umgebung hätten, werden den Gorillas dreimal täglich Hände und Füße eingecremt. Regelmäßig stehen bei den Eseln Hufpflege-Termine auf dem Tagesplan. Und die Elefanten genießen ihre Hautpflege mit dem Wasserstrahl, zumal im Anschluss immer gleich ein Dessert gereicht wird. Wer schön sein will, muss nicht unbedingt leiden.

Sendetermin: 13. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 63: Auf zu neuen Gehegen

Umzüge gibt es häufig in der Wilhelma! Alle sind andauernd unterwegs: die Pfleger zu den Tieren – die Tiere in neue Familien oder in andere Gehege. Nur für Sancho, den kleinen Esel, ist es ein Abschied für immer. Seinen Pflegern ist es schwer ums Herz: Sancho kommt in einen Tiergarten in der Schweiz und soll dort für Eselnachwuchs sorgen. Bei den Keas beschäftigt eine konfliktvolle Dreierbeziehung die ganze Voliere. Grund genug, den Störer auf die Reise zu schicken. Die Buntbarsche schwimmen in einem großen Becken und schauen plötzlich in kühle aber nicht uninteressierte Alligator-Augen. Andauernd was Neues! Wer etwa auf der Elefantenkuh Molly durch die Wilhelma reitet, hat den nötigen Draufblick.

Sendetermin: 14. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 64: Gut aufgehoben auch im Alter

In der Wilhelma leben auch viele alte Tiere - und werden nicht abgeschoben! Ein uralter Kugelfisch, dem auch noch ein Auge fehlt, hätte in freier Natur keine Überlebenschance. Im Stuttgarter Zoo kümmert sich ein Pfleger liebevoll um ihn - auch wenn der alte Herr mitunter unfreundlich und reichlich bissig reagiert. In der Wilhelma hat man auch ein Herz für alte Tiere: Bruno bekommt Platten aus Tropenholz unter den Huf - das tonnenschwere Panzernashhorn ist wieder mobil und so vor den Leiden des Alters bewahrt. Das Pfleger-Ehepaar Scharpf hat sein ganzes Leben dem Zoo geweiht und zusammen mit den eigenen Kindern gleich ein paar Affenbabies mit aufgezogen. Die hatten eine gute Kinderstube.

Sendetermin: 17. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 65: Familienprobleme und Problemfamilien

Wenn Frischlinge frech werden, müssen sie hinaus ins Leben - besonders wenn im Stall schon der nächste Wurf grunzt. Die jungen Wilden könnten den Geschwistern gefährlich werden und die Bache wiederum aggressiv auf ihre Älteren reagieren. Es ist gar nicht so einfach, überall in der Wilhelma den Familienfrieden zu wahren. Ein kleiner Affe lebt sogar bei einer anderen Tierfamilie, weil er nicht mehr in die Herde passte. Für die ganz problematischen Fälle gibt es den Tennhof: Fünfzehn Kilometer von der Wilhelma entfernt leben hier kranke Tiere oder Exemplare, für die im Zoo kein Platz mehr war. Hier werden sie bestens betreut durch besonders erfahrene Pfleger.

Sendetermin: 18. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten


Folge 66: Spielend lernen und lernend

Tiere sind erfinderisch. Besonders, wenn es darum geht, an das Futter zu kommen. Damit die Wilhelma-Bewohner fit bleiben, lassen sich die Pfleger andauernd neue Spiele einfallen: Keiner ist zu klein, zu alt oder zu träge, ein paar Aufgaben zu erfüllen. Der alte Krake holt sich die Auster fingerfertig aus der Reuse. Die Erdmännchen spielen fröhlich Ball, weil der ein Loch hat und mit Futter gefüllt ist. Und die Tigerkinder merken, dass nur sie in die Röhre passen, in der das Fleisch wartet. Die Tigermutter muss draussen bleiben, zeigt ihnen aber, wie es gemacht wird. Außerdem ist noch eine aufgeweckte Kindergeburtstagsgesellschaft im Zoo unterwegs: eine Boa um den Hals gelegt bekommen, das ist ein bleibendes Erlebnis.

Sendetermin: 19. März 2008 um 16.10 Uhr im Ersten