Die Krönung

OTTONIA dreht für elfte GMD-Staffel Film über Barbarossa

Langsam senkt sich die Krone auf Barbarossas Haupt. Der Papst steht hinter dem künftigen Kaiser und schwitzt. Nicht nur das Gewicht der Krone in seinen Händen treibt ihm die Schweißperlen auf die Stirn. Auch seine eigene Kopfbedeckung ist nicht ohne.

Deswegen ist der Papst erleichtert, als OTTONIA-Regisseur Dirk Otto „Danke!“ ruft. Denn jetzt kommen die Leute von der Maske, heben ihm die Tiara vom Haupt, tupfen das Gesicht ab. Ein paar Augenblicke später sitzt die Papstkrone wieder auf dem Kopf des Darstellers. Dirk Otto braucht die Szene noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Dirk Otto übergibt die Reichsinsignien
Barbarossa am iPhone - Regierungsarbeit nonstop
Der Papst wird eingekleidet

Petersdom in Querfurt

Und dann beginnt die Prozedur von Neuem – übrigens nicht im Petersdom zu Rom, sondern auf der Burg Querfurt. Hier hat das Produktionsteam der OTTONIA genügend Platz. Es handelt sich schließlich um die größte Burg Mitteldeutschlands und der weißgetünchte Seitenflügel passt gut in die hochmittelalterliche Szenerie. Neben Barbarossas Krönung werden an zwei Drehtagen in Querfurt auch noch eine ganze Reihe anderer Reenactment-Szenen aufgezeichnet.

„Wir versuchen, die historische Figur in ihren Konflikten und in ihrem Charakter plastisch werden zu lassen“, erklärt der Regisseur in einer Drehpause das Prinzip der Reihe Geschichte Mitteldeutschlands. Mit Erfolg – inzwischen ist das Dokuformat im MDR FERNSEHEN seit einem Jahrzehnt auf Sendung.

Wut, Liebe, Hass

Wenn Dirk Otto Geschichte Mitteldeutschlands im elften Jahre anschaut, erkennt er vor allem veränderte Zuschauererwartungen. „Historische Dokumentationen und Fiktion sind heute viel enger verwoben.“ Damit wachsen die Herausforderungen an Schauspieler, Ausstatter. Kostüme und Requisiten sind viel wichtiger geworden.

Und natürlich hat sich auch die Arbeit des Regisseurs verändert. „Wir lassen eine Figur, die einem nur in Urkunden oder in Chroniken entgegentritt, zu einer lebendigen Person werden. Mit emotionalen Konflikten, mit Gefühlen, mit Wut, mit Liebe, mit Hass und Ängsten“, umschreibt Dirk Otto seinen Job. Und natürlich sei der emotionale Aspekt auch für ihn als Regisseur besonders spannend.

Ausstrahlung schon im Sommer

Im Jahr Elf geht Geschichte Mitteldeutschlands übrigens auch in der Produktion neue Wege. „Wir werden in den Film über Barbarossa erstmals auch Computeranimationen einbauen“, kündigt Projektleiterin Winifred König an. Das sei ein finanzieller Kraftakt, aber man wolle und müsse sich weiter entwickeln.

Die Sendetermine liegen in diesem Jahr erstmals bereits im August. „Es ist natürlich nicht leicht, nach den vielen Jahren von einem angestammten Platz zu wechseln, aber in diesem Herbst ist einfach zu viel los. Ich denke nur an die Wahlen“, erklärt Winifred König. Die gute Sendezeit indes bleibt. Auch in der elften Staffel laufen die Filme der Geschichte Mitteldeutschlands sonntags um 20:15 Uhr im MDR FERNSEHEN. 

(Bilder: DREFA MSG/Schimunek) 

 

Pressemitteilung © OTTONIA Media GmbH 6/2009